Aus 3 werden 4. Ich bin schwanger.

Mathilda wird große Schwester


 

 

 

 

Wir haben es uns so gewünscht, jeden Monat gehofft und die Enttäuschung runtergeschluckt, wenn es wieder nicht geklappt hat.

 

Doch jetzt, hat das Hoffen ein Ende und das Warten beginnt. Das warten auf Dich.

 

Ich bin schwanger und wir freuen uns wahnsinnig.

 

1. Schwangerschaftsupdate 1.-9. Woche

Achterbahn der Gefühle// Missed Abortion


Am 22. Mai 2017 haben wir durch einen Schwangerschaften erfahren, dass ich schwanger bin. Eine Woche später folgte der erste Termin bei der Gynäkologin. Sie untersuchte mich, machte einen Ultraschall, versicherte mir, dass alles in Ordnung sei und vereinbarte einen Kontrolltermin 7 Tage später, bevor die Praxis in den Betriebsurlaub ging.

 

Zum Kontrolltermin nahm ich meinen Mann mit, weil er an diesem Tag frei hatte und er freute sich schon, dass er dabei sein konnte. An diesem Freitag war die Hölle los in der Praxis, wir mussten 45 Minuten warten und wurden noch weitere 40 Minuten in die Stadt geschickt, weil die Ärztin zu viel zu tun hatte. 

 

Nachdem wir zurückkehrten war ich die Nächste. Meine Frauenärztin fragte mich wie ich mich fühlte und ging dann mit mir ins Untersuchungszimmer, mein Mann und meine Tochter begleiteten uns.

Sie machte einen Ultraschall und wurde beim Blick auf den Monitor immer stiller, bis sie mit leiser Stimme zu mir sagte: "Frau... da stimmt was nicht. Ihr Kind ist nicht gewachsen. Bitte ziehen sie sich wieder an." Das tat ich, mir stand das Wasser in den Augen und ich wusste gar nicht wie mir geschieht.

 

Ich setzte mich wieder auf den Stuhl im Arztzimmer, während sie mich zur Einweisung in die Klinik schickte- Ausschabung- da werde ich nicht drum herum kommen.

 

Für mich brach eine Welt zusammen, mein Mann wusste auch nicht so recht mit der Situation umzugehen und wir versuchten uns einzureden, dass es das Beste sei, wenn das Kind so früh abgeht, als wenn es schon ausgereifter wäre.

 

Der Tag verlief im Wechsel mit Momenten der Traurigkeit und Momenten der Vernunft, dass es einfach besser sei.

 

Ein paar Stunden später, nachdem ich die Diagnose "missed abortion" verarbeitet habe, rief ich eine befreundete Ärztin der Gynäkologie im Krankenhaus an um einen Termin zu vereinbaren. Sie beruhigte mich und nahm mir die Angst vor der  Curettage erklärte mir den Vorgang und versicherte mir, dass sie vor dem Eingriff nochmals einen Ultraschall machen würde.

 

Nach einem langen Wochenende mit ständigem Gefühlschaos,hatte ich am Montag um 9 Uhr den Termin im Krankenhaus. Die Ärztin empfing mich herzlich und begann mit der Untersuchung.

Beim Blick auf den Monitor über mir, der den Ultraschall übertrug, bekam ich schlagartig einen Kloß im Hals und die Tränen schossen in meine Augen, ohne dass die Gynäkologin etwas sagte, sah ich mein Kind auf dem Bildschirm.

In diesem Moment sagte sie freudig: " I proudly present euren Nachwuchs. Ich werde hier auf keinen Fall eine Ausschabung durchführen."

Sie untersuchte per Ultraschall alles gründlich, nahm Maß, rechnete und versicherte mir,dass mein Baby gesund, zeitgerecht entwickelt und alles in bester Ordnung ist.

 

Mit noch größerem Gefühlschaos verließen wir die Klinik und freuen uns nun,wenn auch noch ein wenig verhalten, auf unser 2. Kind.

 

Die Ärztin hat keine Erklärung dafür, wie es passieren konnte, dass meine Gynäkologin eine solche Diagnose gestellt hat, aber vielleicht werde ich es nächste Woche, wenn sie aus dem Urlaub zurück ist, erfahren. War es der Stress an diesem Tag? Ein Fehler des Ultraschallgerätes? Eine Fehleinschätzung? 

Ich lass es euch wissen...

 

Ansonsten geht es mir sehr gut. Ich habe bis auf vereinzelte Übelkeitsmomente keine Beschwerden.

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